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Kapitän mit Appell an das Team

Jetzt müssen drei Punkte her

Gegen den FC Wels erwartet unsere Jungen Wilden nichts anderes als eine Schlacht um den ersten Sieg. Stürmer Tiganj könnte rechtzeitig fit werden. Fans als wichtige Unterstützung.

Er ist einer der Neuen im SVS-Dress und konnte sich in den ersten Spielen schon als Führungsspieler etablieren: Daniel Mair, der bereits bei Vereinen wie Austria Salzburg, Sportclub oder der Austria Klagenfurt unter Vertrag stand, ist als Kapitän motiviert bis in die Haarspitzen und vom ersten Sieg seiner Mannschaft im Spiel am Freitag gegen den FC Wels überzeugt.

Es wird auch Zeit: Nach vier Runden steht der SV Spittal mit einem Unentschieden derzeit am Tabellenende. Dem FC Wels liegt mit zwei Punkten (noch) vor dem SVS. „Wir wussten von Anfang an, dass wir in dieser Liga keine Geschenke zu erwarten haben“, sagt Mair. „Was wir aber auch gesehen haben – die Mannschaft wächst von Woche zu Woche besser zusammen. Der eine oder andere Punkt mehr auf unserem Konto wäre nicht unverdient gewesen. Aber wir dürfen uns nicht mit der Vergangenheit aufhalten. Jetzt müssen wir liefern.“

Voller Einsatz muss auch gegen Wels gefragt sein. Daniel Mair (Bild) führt die Mannschaft als Kapitän auf das Feld. – Foto: Hermann Sobe

Das Duell gegen den FC Wels sieht Mair als eines von vermutlich noch zahlreichen Endspielen, das seine Mannen in dieser Saison erwarten wird. Und Schlachten wie diese haben immer einen ganz speziellen Charakter. 

Mair: „In den ersten vier Partien konnten wir jeweils eine Halbzeit lang ein gutes Spiel aufziehen. In der anderen Halbzeit ließ unsere Leistung nach. Das darf einfach nicht mehr passieren. Wir müssen über 90 Minuten höchst konzentriert bleiben. Und mir ist echt lieber, wir spielen drei Spiele schmutzig und haben 7 Punkte auf dem Konto, als wir spielen schön und es bleibt nichts über.“

Die Vorbereitung auf die Schlacht gegen Wels lief gut: Stürmer Erwin Tiganj könnte wieder in der Startelf stehen. Rashidi Udikaluka ist mit einer Verhärtung im Oberschenkel fraglich. Der Einsatz von Amir Hadzic ist ebenso noch ungewiss. Jedoch bot der 17 Jahre junge Philipp Clementschitsch bei der 0:4-Niederlage gegen Tabellenführer St. Anna eine sehr gute Vorstellung. „Wir können wirklich stolz sein, dass von hinten immer so gute Junge nachziehen. Und der Clemi ist da nicht der einzige“, sagt Mair. Felix Hutter fällt leider für den gesamten Herbst aus. Dejan Kecanovic wird frühestens nächste Woche gegen Gleisdorf wieder fit. Seit dem Ausfall des SVS-Routiniers hat Mair die Kapitänsschleife umgebunden. „Es ist natürlich eine Ehre, diese Verantwortung zu haben und einen Klub mit dieser Geschichte auf das Feld führen zu dürfen. Es ist schön, dass mir die Mannschaft vertraut.“

Mair: “Bin stolz, ein Teil dieses Teams zu sein. Die Mannschaft wächst immer bessert zusammen.” Hier im Bild mit dem Tagessponsor des letzten Heimspiels gegen die Junior aus Ried – Getränke Schober. – Foto: Klaus Kronfuß

Und man konnte es auch sehen: Mair hält das Team am Platz super zusammen, ist der Motor der Mannschaft und stets präsent. „Auch in der Kabine ist er wesentlich für den Zusammenhalt der Truppe“, sagt Wolfgang Oswald, der sportliche Leiter des SVS. Komplimente, die Mair freuen, aber für ihn selbst nicht wichtig sind. „Jeder hat den selben Anteil. Aufgrund meiner Erfahrung kann ich vieles in das Team einbringen und die Jungen pushen. Das ist mein Job.“

Als gebürtiger Oberösterreicher kennt Mair gleich einige Spieler aus den Reihen der Welser. Mit Okan Elgit stand Mair 2016 beim FC Wallern sogar im selben Team. Auch Trainer Max Babler kennt er gut. „Auch wenn Wels aus den ersten vier Spielen erst zwei Punkt holte – die Mannschaft hat Qualität“, warnt Mair. Einen der Top-Akteure der Oberösterreicher sieht Mair in Elvir Huskic, der in der zweiten Liga beim LASK unter Vertrag stand.

Die Nummer 10 sagt: “Dann spielen wir eben schmutzig. Hauptsache wir bringen den ersten Dreier in das Trockene.” – Foto: Hermann Sobe

Wichtig in der Schlacht gegen Wels wird auch wieder die Unterstützung des Spittaler Publikums sein: Zuletzt kamen an die 450 Zuseher in das Goldeck Stadion. Einer der Höchstwerte der vergangenen Jahre und Beweis dafür, dass der Schritt in die Regionalliga ein richtiger gewesen ist. „Wir wollen den Oberkärntner Fußballfans spannenden Spiele bieten. Natürlich sind wir in dieser Saison ein Underdog. Aber gemeinsam mit den Fans werden wir beweisen, dass wir es schaffen können“, sagt SVS-Obmann Gerald Gadnik. Am Freitag ist also vollste Unterstützung angesagt für den ersten Sieg!